Und plötzlich waren wir Eltern

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Aus 2 mach 3

Zu realisieren, dass wir jetzt Eltern sind, hat bei uns einige Zeit gedauert. Als wird den Kleinen aus dem Krankenhaus mit nach Hause genommen hatten, war alles so aufregend, aber auch so unwirklich. Natürlich waren wir stolz ohne Ende. Aber an die Tatsache, dass wir jetzt einen Sohn hatten, daran mussten wir uns erst noch gewöhnen.

Wie das Elternsein wohl sein wird, habe ich mir schon in der Schwangerschaft ausgemalt. Alles ganz entspannt und rosarot, nur kein Stress. Wie man es sich halt vorstellt, wenn man noch kein Kind hat und man nicht weiss, was auf einen zukommt. 🙂

Dann war es soweit, die ersten Tage mit dem Kleinen zuhause. Das sich „Beschnuppern“. Die Zeit verging wie im Flug. Kuscheln, Wickeln, Stillen und ihn einfach nur anschauen. Diese 4 Dinge füllten unsere Tage komplett aus. Ich werde nie vergessen, wie stolz wir waren über jede kleine Bewegung von ihm.“Oh schau mal er hat seinen Finger bewegt“ oder „schau mal, ich glaube er hat mir zugezwinkert.“ Natürlich hatte er das nicht :). Aber am Anfang ist alles, egal was die Kleinen machen, ein großes Highlight.

Rund um die Uhr für unser Baby da zu sein, war eine Herausforderung. Aber wir haben sie gut gemeistert. In der ersten Woche kam meine Hebamme jeden Tag zu uns, um zu schauen, ob alles ok ist und wie wir mit ihm zurecht kommen. Er wurde bei jedem Besuch gewogen und ganz genau unter die Lupe genommen. Von Tag zu Tag nahm er an Gewicht zu und entwickelte sich super. In den nächsten Wochen kam sie einmal die Woche bei uns vorbei. Meistens war sie nur ganz kurz da, um zu fragen, ob alles passt.

Mit dem Tragetuch hatte wir am Anfang so unsere Schwierigkeiten. Neugeborene sind so klein und zierlich, man will ja nichts kaputt machen und daher waren wir, die ersten Male beim Hochnehmen, noch sehr vorsichtig. Die Hebamme hat uns dann die einfachste Bindetechnik gezeigt und mit ein bisschen Übung, kamen wir dann super zurecht. Auch beim ersten Mal baden, hatte sie uns hilfreiche Tipps gegeben, wie z.B. dass der Kleine mit den Füßen den Rand der Wanne berühren soll, um sich sicherer zu fühlen. Es war wirklich toll, dass wir für diese Zeit, eine Hebamme hatten. Oft gab es gar keine Probleme, die wir mit ihr besprechen wollten, vielmehr hatten wir uns unterhalten, ein Austausch unter Müttern sozusagen.

Meinen Mann sollte ich bei diesem Thema vielleicht auch mal erwähnen. 🙂 In einer Beziehung ändert sich natürlich auch einiges, wenn so ein kleines Wesen Einzug hält. Die Zeit zu zweit, als Paar, wird durch ein Baby weniger. Zumindest am Anfang, bis sich alles eingespielt hat und man eine gewisse Routine bekommt. Das heißt aber nicht, dass man keine Zeit mehr für einander hat, nein das nicht. Man lernt flexibler zu sein, in dem man die Momente in denen der Kleine zum Beispiel schläft, miteinander verbringt. Sei es einen Film zu schauen, etwas Leckeres zu kochen oder einfach miteinander zu reden und und und.

Eine Beziehung muss nicht unter einem Baby leiden. Es kommt immer darauf an, was ihr aus dieser neuen Situation macht. Wenn man als Paar glücklich ist, dann bekommt man den Alltag mit einem Baby schon geschaukelt.

Wir hatten großes Glück mit unserem Sohn, dass er ein sehr ruhiges und entspanntes Baby ist. Dadurch fiel uns die Eingewöhnung und Umstellung recht leicht. Andererseits gibt es natürlich auch Babys, die gerade in den ersten Monaten mit Bauchschmerzen, den 3 Monats Koliken, zu kämpfen haben. Und besonders die unruhigen und teilweise schlaflosen Nächte über Wochen, zehren schon heftig an den Nerven. Schlafentzug galt nicht ohne Grund auch schon im Mittelalter als eine sehr effektive Foltermethode ;-). Ich ziehe meinen Hut vor den Müttern, die das einige Monate durchhalten müssen.

Bei mir hat das Stillen direkt nach der Geburt super geklappt. Aber das heißt nicht, dass ich im Laufe der Zeit von Stillproblemen verschont geblieben wären. Den Klassiker, wunde Brustwarzen, habe ich auch durchgemacht. Die ersten 2 Wochen musste ich da durch, dann wurde es besser – Stillhütchen sei Dank. Sie haben mir in dieser Zeit gute Dienste geleistet und ich kann sie euch nur empfehlen, falls ihr auch das selbe Problem habt (ich hatte welche von medial). Sie dienen nur zur Überbrückung für ein paar Tage, damit sich die Brust etwas erholen kann.

Was kann ich noch empfehlen? Ach ja, Stilleinlagen. Sie waren für mich gerade in der Anfangszeit unverzichtbar. So viel Milch wie am Anfang „produziert“ wurde, da kam der kleine Mann fast gar nicht mit dem Trinken nach. Und daneben geht immer etwas. 🙂

Irgendwann in nächster Zeit wird der erste Wachstumsschub sich ankündigen und dann in ein paar Monaten kommen die ersten Zähne. Wer weiß, was dann noch auf uns wartet, aber eins ist sicher: Wir werden das Kind schon schaukeln!

Die Kleinen schenken uns täglich so viele lustige und schöne Momente, dass sich der ganze Aufwand absolut lohnt. Ein Lächeln genügt und die schlaflose Nacht ist wieder vergessen.

Das Elternsein, mit seinen Höhen und Tiefen, ist und bleibt die schönste Sache der Welt.

Was habt ihr für Erfahrung in dieser besonderen Zeit gemacht? Wie schnell konntet ihr euch auf die neue Situation einlassen?

Alles Liebe,

eure Claudi

 

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